Was ist eine „Capsule Wardrobe“?

Und die Antwort auf die Frage, warum wir jetzt in nachhaltige Luxus Mode investieren sollten

Capsule Wardrobe

„Capsule Wardrobe“ – bist Du in letzter Zeit auch häufiger über diesen Begriff gestolpert, ohne zu wissen, was er eigentlich genau bedeuten soll? In diesem Artikel erklären wir das einfache Konzept, das sich dahinter verbirgt. Wir beleuchten, weshalb es aktueller ist, als je zuvor – und was Klimawandel, Nachhaltigkeit und ein Gefühl von Luxus damit zu tun haben.

Das Capsule-Prinzip und Slow Fashion als (Anti-)Trend der Stunde

Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht? Das dachte sich die Londoner Boutiquenbesitzerin Susie Faux schon in den 1970er-Jahren – und zwar in Bezug auf die allmorgendliche Frage: „Was ziehe ich an?“ Sie war die erste, die als Antwort darauf den Begriff der „Capsule Wardrobe“ prägte. Die Idee: Statt eines überbordenden Kleiderschranks lieber auf einige wenige Stücke setzen, die saisonunabhängig funktionieren und sich beliebig miteinander kombinieren lassen. Und die je nachdem zum Geschäftstermin genauso tauglich sind, wie zum Beispiel zur privaten Geburtstagsparty.

Ein Gedanke, der schon immer sinnvoll war, gerade heute aber aktueller scheint, denn je.

Warum? Dafür gibt es drei Gründe:

1. Wir haben keine Lust mehr auf Wegwerf-Mode

Ein wachsendes Bewusstsein für unsere Umwelt und das Wissen darüber, wie sehr wir ihr Fortbestehen durch die Lebensweisen der letzten Jahrzehnte gefährden, prägen mittlerweile unsere Kaufentscheidungen. In unserem Kopf festgesetzt haben sich nicht nur die Bilder von unaufhörlich wachsenden Bergen an Verpackungsmüll, sondern auch aus „Wegwerf-Mode“ – eine Saison getragen und dann aussortiert, weil nicht mehr aktuell oder schon kaputt. Oder: In Massen (über)produziert und nie in den Geschäften gelandet, weil sich die Nachfrage geändert hat. Obendrein wurden uns die oft prekären Arbeitsbedingungen der Menschen, die in der Produktion für internationale Modeketten arbeiten, vor Augen geführt. Bei vielen von uns folgt daraus der Wunsch, nicht mehr Teil dieses Kreislaufs zu sein – beziehungsweise, ihn positiv zu verändern.

2. Wir erleben einen Bleisure Trend - „Business“ und „Leisure“

Wir erleben eine Vermischung der Welten: Videokonferenzen im eigenen Wohnzimmer und Telkos auf dem Weg zur Kita. Unsere Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren extrem verändert. Die Räume, in denen noch klassische Business-Dresscodes gelten, werden weniger. Spätestens seit Corona ist Homeoffice im Alltag der meisten von uns angekommen. An Besprechungen, die früher im Meetingraum in der Firma stattgefunden hätten, nehmen wir jetzt per Video-Call im eigenen Wohnzimmer teil. Eltern, die eben noch ein Kundengespräch geführt haben, stehen eine halbe Stunde später mit ihren Kindern auf dem Spielplatz. Und unsere Bereitschaft, Geld und Platz im Kleiderschrank für eine reine Business-Garderobe zu investieren, sinkt.

3. Corona-Krise als Bewusstseinskatalysator

Die Corona-Krise hat nicht nur die oben genannten Punkte beschleunigt, sie hat die allermeisten von uns auch gezwungen, innezuhalten. Sie hat uns – notgedrungen – Revue passieren lassen, was wirklich zählt. Ebenso sind wir uns häufig darüber bewusst geworden, mit wie vielen unnötigen Dingen und Fragen wir uns in den letzten Jahren aufgehalten haben. Welche langfristigen Auswirkungen das auf unsere Kaufentscheidungen und unseren Alltag noch haben wird, hat unter anderem die international bekannteste Trendforscherin Li Edelkoort analysiert – nachzulesen zum Beispiel in diesem spannenden Elle.de.

Vielseitig und edel, nicht monoton: Zeitlose Mode als lohnendes Investment

„Wir werden mehr Wert auf Qualität und Schönheit legen. Und wir werden in Zukunft weniger Kleidung kaufen, dafür aber genauer auswählen und in Qualität und Luxus investieren", so lautet beispielsweise Edelkoorts Vorhersage in Bezug auf unser Verhältnis zur Mode. – Eine Prämisse, die nicht nur perfekt zum Konzept der Capsule Wardrobe passt, sondern diese noch auf ein weiteres Level hebt: Nämlich von der reinen Reduktion hin zum Luxus.

Ein Prinzip, das sich auch Hanna Greis, die Gründerin von Setery, zu eigen gemacht hat. Für die Fashion-Quereinsteigerin gehört zur perfekten Capsule-Ausstattung weit mehr, als nur Evergreens wie das oft genannte weiße T-Shirt oder der schwarze Blazer:

„Unsere Capsule Wardrobe ist nicht Basic."

Jedes Teil ist besonders und soll im Idealfall etwas sein, das man nicht sowieso schon in seinem Kleiderschrank hat. Es soll klassisch sein, etwas, das man lange tragen kann, aber ein eigens besonderes Design hat.

In unserem Fall geometrisch, geradlinig, ‚erwachsen‘. Und dabei wandelbar für jeden Anlass.“

Klassisch und vielseitig kombinierbar, aber mit dem „gewissen Etwas“ und einem Hauch von Luxus - ein gutes Beispiel dafür ist das Oberteil „PANIA“ aus der Setery maru Capsule Collection.

Eine überzeugende Antwort auf die ständige Frage: „Was ziehe ich morgen zur Arbeit an?“

„Bevor ich Setery gegründet habe, war ich selbst im klassischen Büro- und Businessumfeld tätig. Dabei fand ich es alles andere als einfach, immer gleich das richtige Outfit aus dem Kleiderschrank zu ziehen“, erklärt sie.

„Ich wünschte mir eine Garderobe aus müheloser Eleganz – jedes Teil ein Lieblingsstück, passend zu jedem Anlass für ein gutes Gefühl den ganzen Tag.“

So kam sie auf das Prinzip der Capsule Wardrobe – und den Anspruch, diese so zu gestalten, dass sie der Diversität berufstätiger Frauen und ihren Lebenswelten gerecht wird. Dabei hatte Hanna von Anfang an das Anliegen, mit Setery eine nachhaltige und zugleich luxuriöse Mode zu schaffen. Nachhaltig sind deswegen nicht nur die Materialien, die für die saisonunabhängigen Kollektionen von Setery zum Einsatz kommen. Es ist auch die Fertigung selbst, die aktuell komplett im Bayerischen Wald angesiedelt ist.

Aufmerksamkeit, Qualität und Luxus

Sorgsam ausgewählte Materialien sorgen bei Setery für ein gutes Tragefühl in doppeltem Sinne: Luxuriös fühlen sich die Stoffe auf der Haut an. Luxus ist aber auch das gute Gefühl, mit Achtsamkeit in ein Lieblingsstück investiert zu haben, an dem man so viel länger Freude haben wird, als nur eine Saison...

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